In drei Schritten den Bekanntheitsgrad der Marke steigern

jubelndes Publikum als Indikator für großen Bekanntheitsgrad„Bekanntheitsgrad steigern“, ist eine der oft gehörten Antworten, wenn Marketingverantwortliche nach ihren Zielen gefragt werden. Hinter dieser Zielsetzung verbirgt sich bei vielen die Überlegung (oder die Hoffnung?), dass der Absatz direkt mit der Marken- oder Produktbekanntheit korreliert.

Der Bekanntheitsgrad im Markentrichter

Das kann so sein, muss aber nicht. Das lässt sich am Prinzip des Markentrichters schön beschreiben:

Im Markentrichter wird der Auswahlprozess eines Kunden im beim Produktkauf dargestellt. Wenn ein Kunde etwas kaufen möchte, steht er vor der Qual der Wahl: Welches der der unzähligen Produkte der unzähligen Marken der vielen Hersteller ist das richtige für mich? Der Kunde kann nur die Marken oder Produkte berücksichtigen, die er auch kennt.

Prinzipdarstellung des Brand Funnel oder MarkentrichterAus diesen ihm bekannten Marken/Produkten selektiert er nun ein paar, die in die engere Wahl („relevant set“) kommen um sich dann letztendlich für eines davon zu entscheiden. In diesem Selektionsprozess wird die Anzahl der in Frage kommenden Marken/Produkte immer geringer bis es schlussendlich zum Kauf (bzw. Wiederkauf) des letzten verbleibenden Produktes kommt.

Bekanntheit als Grundvoraussetzung für den Kauf

Daran wird deutlich: Soll mein Produkt gekauft werden, so muss es überhaupt erstmal in den Markentrichter kommen – und dann möglichst lange drin bleiben.

Der Bekanntheitsgrad meines Produktes oder der Marke sorgt nur dafür, dass es im Kopf des Kunden landet und damit “auf die Liste“ kommt.

Wie lange mein Produkt im Trichter bliebt – das wird von anderen Faktoren entschieden: Wettbewerbsvorteile, Preis, Produktqualität, etc.

Wie lässt sich der Bekanntheitsgrad steigern?

Eigentlich gibt es dazu drei Fragen zu beantworten:

Bekanntheitsgrad steigern

  • … bei wem? Das ist die Zielgruppendefinition – Du musst genau wissen, wen Du ansprechen willst. Wer soll Deine Produkte kaufen? (Das Persona-Konzept kann Dir dabei helfen)
  • … mit was? Die Inhalte – was soll Deine Zielgruppe von Deinem Produkte / Deiner Marke kennen? Am wichtigsten wird der USP sein.
  • … wie? Das sind die Instrumente und Kanäle, mit denen Du die Zielgruppe erreichen kannst. Hier geht es in die operative Umsetzung der Kommunikation. Ist es PR (Welche Zeitschriften liest Deine Zielgruppe)? Oder Messen (in welcher Region und auf welchen Messen kannst Du sie treffen)? Oder doch Anzeigen (wieviel Budget hast Du)? Social Media (Was nutzt meine Zielgruppe)?

In der operativen Umsetzung der Kommunikationsmaßnahmen zur Steigerung des Bekanntheitsgrads steht Dir alles offen, was das Budget hergibt. Strategisch wichtiger sind daher die ersten beiden Punkte der Auflistung – was willst Du an wen kommunizieren? Mit möglichst wenig Streuverlust zu arbeiten, spart Dir viel Geld und hilft Dir, Deinen Bekanntheitsgrad effizient zu steigern.

Über Christoph (186 Posts)

betreibt Marktding.de. Ausserdem ist er B2B-Marketer und Stratege mit einer Vorliebe für Wachstumsstrategien und der Entwicklung und Vermarktung von Dienstleistungen und technischen Produkten. Sein besonderes Faible gilt der Entwicklung von produktbegleitenden Dienstleistungen. Mehr über Christoph hier im Blog.


Zuletzt aktualisiert am 05.07.2015

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4 Responses to In drei Schritten den Bekanntheitsgrad der Marke steigern

  1. Anne 5. Januar 2017 at 12:10 #

    Hallo,

    ich muss auch sagen, dass das sehr hilfreiche Tipps waren.
    Ich bin derzeit daran, meine Bachelorarbeit zu schreiben. Ich wollte mal fragen, ob Sie noch bestimmte Literaturtipps haben, in denen es um den Bekanntheitsgrad bzw. um die Steigerung des Bekanntheitsgrades geht. Ich habe schon diverse Bücher gefunden, jedoch steht in denen nichts sehr ausführlich. (Marketing und Käuferverhalten von Schneider, Kommunikationspolitk von Bruhn, usw.) Das ganze soll auch im B2B- Bereich stattfinden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Anne

    • Christoph 5. Januar 2017 at 12:22 #

      Hallo Anne,
      leider bin ich in der Literatur nicht so bewandert – ich ziehe meine Themen eher aus der Praxis, habe daher keinen Überblick über die aktuellste Literatur.
      Sorry – und trotzdem viel Erfolg für die Bachelorarbeit!
      Christoph

  2. Lukas 14. September 2015 at 18:04 #

    Sehr hilfreiche Tipps und insbesondere das Persona-Konzept zur Zielgruppenfindung werde ich mir genauer anschauen.Was die Kanäle zum Ansprechen bzw. zum Finden der jeweiligen Zielgruppe betrifft, so habe ich besonders bei sehr spezifischen Themengebieten nicht ganz so gute Erfahrungen mit Social Media gemacht. Hier fand ich Messen oder auch gezieltes SEM weitaus effektiver und auch nicht so zeitintensiv wie Social Media Kampagnen.

    • Christoph 14. September 2015 at 18:29 #

      Hallo Lukas,
      danke für den Hinweis und das Kompliment.
      Gerade auch im B2B ist Social Media manchmal schwierig, da die Leute beim Nutzen der Plattformen im “Privatmodus“ unterwegs sind und nicht geschäftlich.
      Grüße
      Christoph

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