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Ziele definieren in 9 Schritten

Wann hast Du Dir das letzte Mal Gedanken über Deine Ziele gemacht? Ich meine nicht das, was in Deiner Zielvereinbarung mit Deinem Chef steht oder was Du heute oder morgen zu erledigen hast.
Ich meine richtige Ziele. Für Dich persönlich. Was willst Du erreichen? In Deinem Beruf, mit Deiner Familie?

Nach dem Getting Things Done-Konzept, von dem ich ein Fan bin, sollte man sich regelmäßig darüber Klarheit verschaffen, was die eigenen Ziele sind. Die großen, die wichtigen Ziele. Denn ohne zu wissen, was die große Richtung ist, weiss man auch nicht in welche Richtung die kleinen Schritte gehen sollen.

„Jeder Mensch hat etwas, was ihn antreibt“ ist momentan ein Spruch aus dem Werbefernsehen. Ist trotzdem nicht verkehrt. Wie findest Du heraus, was Dich antreibt?

Stell Dir vor – es ist Dein 90. Geburtstag

Eine Methode dazu, ist Dir vorzustellen, es wäre Dein 90. Geburtstag und Du hörst vier Reden – z.B. jemand aus Deiner Familie, Dein bester Freund, ein ehemaliger Arbeitskollege und vielleicht jemand aus dem Verein, der Politik oder der Gemeinde, in der Du Dich engagiert hast. Was sollen diese Leute über Dich sagen?

Aus Lebenszielen werden langfristige und mittelfristige Ziele

Nicht anders als in in einem Unternehmen auch, werden die Ziele heruntergebrochen. Um Deine Ziele im Leben zu erreichen – was musst Du in den nächsten 5 Jahren erreichen? Was willst Du in diesem Jahr erreichen? Was nimmst Du Dir für die kommenden Monate vor?

Aufschreiben ist wichtig

Und ganz wichtig – schreibe die Ziele auf. Dann kannst Du sie Dir immer wieder in Erinnerung rufen und regelmäßig überprüfen, ob sie noch aktuell sind.

Und jetzt konkret – was tun?

Wie kannst Du also nun Deine Ziele entwickeln – und vor allem erreichen? Hier beschreibe ich eine Möglichkeit:

  1. Nimm Dir Zeit: Sich Gedanken zu machen zu kurz- und langfristigen Zielen geht nicht mal so nebenbei. Du solltest in der richtigen Stimmung und ohne Zeitdruck und Störungen dabei sein.
  2. Einen Zettel und einen Stift brauchst Du um Deine Gedanken zu visualisieren und festzuhalten
  3. Schreibe Deine Rollen (oder die Hüte, die Du auf hast) auf, die Du im Leben hast: Du bist gleichzeitig Ehegatte, Vater oder Mutter, Mitarbeiter oder Chef, Mitglied im Sportverein, Kassenwart im Kindergarten, DJ am Wochenende, und und und.
  4. Definiere, welches die wichtigsten Hüte sind, die Du auf hast.
  5. Für jeden Hut, schreibe auf, was Du erreichen möchtest: Woran sollen sich die Leute in der jeweiligen Gruppe erinnern, was möchtest Du hinterlassen, wofür möchtest Du bekannt und gefragt sein?
  6. Gibt es Gemeinsamkeiten? Lassen sich diese High-Level-Ziele in einem verbindenden Satz beschreiben? Formuliere diesen Satz, lasse Deine Werte dabei einfliessen – und lasse Dir Zeit dabei. Das ist Deine Mission und Roter Faden im Leben.
  7. Nun überlege, was Du in jedem der Teilbereiche / Rollen unternehmen kannst und musst, um dieses große Lebensziel zu erreichen.
  8. Nun kannst Du diese Teilziele immer weiter konkretisieren. Was muss in 5 Jahren erreicht sein? Was in einem Jahr? Was im nächsten Monat? Morgen? Das sind die “Flughöhen”, die in der GTD-Methode definiert sind.
  9. Mache diese Übung in regelmäßigen Abständen, mindestens einmal im Jahr. An dem großen Ziel ändert sich hoffentlich wenig. Je niedriger die “Flughöhe” ist, umso größer natürlich die Veränderungen – da Du ja hoffentlich die Ziele auf der niedrigen Flughöhe Schritt für Schritt erreichst.

Hast Du persönliche Ziele? Im Job? Wie definierst Du diese?

Photo: michael pollak

Christoph
Christophhttps://www.marktding.de/christoph-ludewig
betreibt Marktding.de. Ausserdem ist er B2B-Marketer und Stratege mit einer Vorliebe für Wachstumsstrategien und der Entwicklung und Vermarktung von Dienstleistungen und technischen Produkten. Sein besonderes Faible gilt der Entwicklung von produktbegleitenden Dienstleistungen. Mehr über Christoph hier im Blog.

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